Grundpflege

Im Rahmen der Pflegeversicherung umfasst die Grundpflege pflegerische Hilfen aus folgenden Bereichen:
  • Bereich der Körperpflege: Hilfe beim Waschen, Duschen, Baden, bei der Zahnpflege, beim Kämmen, Rasieren sowie bei der Darm- und Blasenentleerung
  • Bereich der Ernährung: Hilfe bei der mundgerechten Zubereitung und Nahrungsaufnahme
  • Bereich Mobilität: Hilfe beim Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, Umlagern, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen sowie Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung/Pflegeeinrichtung

Hauswirtschaftliche Versorgung

  • Einkaufen
  • Waschen von Kleidung und Wäsche
  • Zubereiten von Mahlzeiten
  • Hilfestellung beim Verlassen der Wohnung
  • Reinigung der Wohnung

Behandlungspflege

Die Behandlungspflege ist ein Teilbereich der häuslichen Krankenpflege (nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V und Abs. 7 SGB V).

Behandlungspflege sind alle Maßnahmen der vertragsärztlichen Behandlung die dazu dienen, Krankheiten zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern und die nicht vom behandelnden Arzt, sondern von einer examinierten Pflegekraft erbracht werden.

Leistungsträger sind hier die KrankenkassenundnichtdiePflegekassen.
Die Beantragung erfolgt ausschließlich durch die ärztliche Verordnung. Diese bedarf der Genehmigung durch die Krankenkasse.

Solche Maßnahmen sind zum Beispiel:
  • Dekubitusbehandlungen
  • Wundversorgungen
  • Verbandswechsel
  • Injektionen
  • Blutdruckmessungen
  • Blutzuckermessungen
  • Herrichten von Medikamenten
  • Überwachung und Gabe von Medikamenten
  • Versorgung nach Krankenhausaufenthalten und nach ambulanten Operationen
  • Organisation und Überwachung von Ernährungstherapien (enteral und paenteral)

Urlaubs- und Verhinderungspflege

Die Pflegekasse zahlt eine notwendige Ersatzpflege, wenn pflegende Angehörige wegen Urlaubs oder einer Erkrankung ihre Angehörigen nicht pflegen können. Dieser Anspruch besteht für maximal sechs Wochen im Jahr. Man nennt dies Verhinderungspflege. Während der Verhinderungspflege wird das Pflegegeld für bis zu sechs Wochen im Kalenderjahr zur Hälfte weitergezahlt.

Pflegeberatung

Pflegebedürftige, die ausschließlich Pflegegeld beziehen, sind verpflichtet eine Beratung (§ 37 Abs.3 SGB XI) in Anspruch zu nehmen.
 
Die Pflegeberatung dient zur Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung der pflegenden Angehörigen.
 
Die Pflegefachkraft verschafft sich einen Überblick über die Pflegesituation und berät Sie, wie die Betreuungssituation verbessert werden kann. Sie schätzt ein, ob die Pflegestufe noch stimmt, gibt Ihnen Informationen zu den Möglichkeiten einer Wohnungsanpassung, und erkennt, ob zusätzliche Rehabilitationsmaßnahmen nötig werden.
 
Am Ende erhalten Sie über das Ergebnis der Beratung eine Kopie. Das Original geht als Nachweis über die Pflegeberatung an die Pflegekassen.
 
Sollten Sie die Beratung oder den Bericht ablehnen, kann Ihnen die Pflegekasse das Pflegegeld kürzen oder entziehen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, rechtzeitig die Beratungsgespräche bei Ihrem Pflegedienst anzufordern.

Fußpflege für Pflegekunden